Plattentipp: Faust

March 17th, 2010

Man findet sie in jedem guten Musiklexikon, sie gelten als die “Godfathers of Industrial” und sie kennen keine musikalischen Grenzen. Faust spielen in einer eigenen Klasse und das nun schon seit 40 Jahren. Die bekannteren Industrial Vertreter, die EinstĂĽrzenden Neubauten, sind im Laufe der Jahre weicher und melodiöser geworden. Faust hingegen blieben sich treu und testeten aus, was mit Instrumenten, Materialien, Aufnahmetechniken und Sounds möglich war. Und dabei blieben sie auch auf der neuesten CD “Faust is last” . Es ist das erste Studioalbum nach der 99er Platte “Ravvivando” und die erste nach dem Abgang von Zappi Diermaier von Faust. Und dieses Doppel-Album ist genauso schräg, störend, ergreifend, umfassend, erfĂĽllend, ja fantastisch, wie das Erstlingswerk 1971. Auf “Faust is last” findet man Musik die zeitlos ist. Keine leichte Kost, aber wer auf Berieselung steht, wird sowieso nicht zu diesem Album greifen. Es ist ein Klangbad, ein intensives akustisches Erlebnis. Und es ist darauf alles zu finden, von ganz leisen Tönen, Krach, Melodien, aufbäumenden Klanggewittern bis hin zu gewaltigen Wellen aus Sound. Es klingt wie Krautrock zu den besten Zeiten, weite getragene Flächen durchzogen von experimentellen Störmanövern, und dann wieder wie Grobschnitt auf Acid. Einfach wunderbar, nicht einzuordnen, zu keinem Zeitpunkt langweilig. Ein Hörgenuss, deshalb unbedingt zugreifen.

Plattentipp: Sophie Hunger

March 14th, 2010

Auf diese Platte hatte ich mit Spannung gewartet. Und dann lag sie im Briefkasten und ich traute mich erst gar nicht die CD einzulegen, aus Angst ich könnte enttäuscht werden. Ach Sophie, soweit hast Du mich gebracht. Denn Sophie Hungers 2009er Album “Monday’s Ghost” war fĂĽr mich die Platte des Jahres. Wahrscheinlich habe ich einige Hörer von Radio Goethe damit genervt, aber solche Songs muss man einfach immer und immer wieder spielen. Von hinten bis vorne eine phänomenale CD. Nun also zieht Frau Hunger mit “1983″ nach. Beim ersten Anhören war ich enttäuscht. Beim zweiten mal….ja, da ist mehr. Beim dritten, vierten, fĂĽnften mal….die Platte wächst einem auf die Haut. Sie hat Tiefe, geht in die Breite, eröffnet eine endlose Klangwelt. “1983″ hat keinen Hitcharakter, keine leicht eingängigen “Hook lines”, sie springt einen nicht sofort an. Doch Sophie Hunger besticht erneut mit einem spielerischen Spaziergang durch Genres, Sprachen, Atmosphären. Sie will gar nicht einzuordnen sein. Die 1983 in Bern geborene Musikerin ist ein Ausnahmetalent, die mit ihren Songs fesselt. Ihr neues Album ist die konsequente Fortsetzung von “Monday’s Ghost” und präsentiert eine Sängerin und Songschreiberin, die ihren Weg geht. Und gerade das nimmt man ihr nach diesem Folgealbum mehr als ab. Unbedingt zugreifen, reinhören, geniessen… und setzen lassen.

Radio Goethe Podcast 03-12-2010

March 12th, 2010

Radio Goethe Playlist
Tele: Im Radio
Fehlfarben: Wir warten
Herpes: Very Berlin
Sportfreunde Stiller: Master 10
Wilson Jr.: Willkommen auf der Erde
Udo Lindenberg: Woddy Woddy Wodka
Knut und die herbe Frau: Haus am Fluss
Silbermond: Alles Gute
Rosenstolz: Ich bin mein Haus
Kettcar: 48 Stunden (live)
Kettcar: Graceland (live)
Polarkreis 18: Allein Allein
Missent to Denmark: Where are my glasses
Sophie Hunger: Walzer fĂĽr Niemand
Bobo: Schwesterlein, wann gehn wir nach Haus
Philipp Poisel: Wo fängt Dein Himmel an?
www.radiogoethe.org

Radio Goethe Podcast 03-05-2010

March 5th, 2010

Radio Goethe Playlist
Melotron: Folge mir ins Licht
Ascii Disko: Aldimarkt
Selig: Wir werden uns wiedersehen
Fade: Cocaine
My Glorious: You should be dancing
Tokio Hotel: Noise
In Strict Confidence: My despair
ASP: Denn ich bin der Meister
Down Below: Euphorie
Freiwild: Irgendwer steht dir zur Seite
KMFDM: Bait & Switch (Combichrist Mix)
Megaherz: Gott sein (Remix)
Eisheilig: Tanzt das Kapital
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Radio Goethe Podcast 2-26-2010

February 26th, 2010

Radio Goethe Playlist
Saint Lu: Don’t miss your own life
The Intersphere: Prodigy composers
Kutti MC feat. Sophie Hunger: Irgendwo
Soap & Skin: Thanatos
Rummelsnuff: Der Heizer
Ken: 21-21=21
Lichtenberg: Break in
Garish: Eisenherz
Bilderbuch: Kopf ab
Benzin: Bewegung
Mel Project: Silence
De/Vision: What’s love all about
Eric Fish: Last und Lust
Xavier Naidoo: Mägde und Knechte
Advanced Chemistry: Fremd im eigenen Land
Gänsehaut: Karl der Käfer
www.radiogoethe.org